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Dürers frühe Federzeichnungen (2011-2013)

 

2011/2012 betrieben die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und das Germanische Nationalmuseum gemeinsam ein Untersuchungsprojekt zu Dürers frühen Zeichenmitteln und Papieren.

Die Primärdaten der Untersuchungsergebnisse sind seit dem Jahreswechsel 2012/2013 in einem Wiki (URL: http://duerer.gnm.de/tintenwiki/), das bereits während des Projektverlaufs als Arbeitsplattform zum Sammeln und Auswerten der Messdaten genutzt wurde, öffentlich zugänglich.

 

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Link zur Projekteseite 

Der frühe Dürer (2012)

 

Mit der großen Sonderausstellung zum „Frühen Dürer“ zeigte das Germanische Nationalmuseum vom 24. Mai bis zum 2. September 2012 die größte Dürer-Schau in Deutschland seit vier Jahrzehnten.

Vier internationale Teams forschten drei Jahre lang nach dem großen Albrecht Dürer. Wie lebte er? Was beeinflusste ihn? Warum blieb er nicht in Venedig? Wer waren seine Auftraggeber? Wie bildete sich vor 500 Jahren das heraus, was wir heute „Genie“ nennen? In der Ausstellung konnten die Forscher Antworten präsentieren. Und Albrecht Dürer, den bekannten Unbekannten, in seiner Heimatstadt Nürnberg in einer großen Ausstellung für alle zum Erlebnis werden lassen.

 

Link zur Sonderausstellung "Der frühe Dürer" (24.05. - 02.09.2012)

 

33. Internationaler Kunsthistoriker-Kongress (2012)

Das Germanische Nationalmuseum war Ausrichter des 33. Internationalen Kunsthistoriker-Kongresses (CIHA), der unter dem Thema „Die Herausforderung des Objekts“ vom 15. bis 20. Juli 2012 in Nürnberg statt gefunden hat.

Als wissenschaftliches Diskussionsforum zur zeitgleich präsentierten Dürerausstellung ging die Sektion „Dürers Leben und Werk – Das Objekt als Schlüssel zum Subjekt?“ (Leitung Jeffrey Chipps Smith, Austin, Texas und Daniel Hess, Nürnberg) dem oftmals problematischen Verhältnis zwischen Œuvre und Künstlerbiographie nach, das gerade für die Dürerforschung bis heute große Aktualität und Brisanz besitzt.

 

Link zur Kongressseite: CIHA 2012 in Nürnberg

 

Forschungsprojekt "Der frühe Dürer" (2009-2011)

Von 2009-2011 unternahm das Germanische Nationalmuseum zusammen mit namhaften internationalen Projektpartnern eine Neubewertung der ersten beiden Schaffensjahrzehnte des berühmten Nürnberger Künstlers.

Im Rahmen des Leibniz-Projekts  "Der frühe Dürer. Historiografische Modelle für ein erweitertes Verständnis von Albrecht Dürers Frühwerk" wurden kontroverse Interpretationsmodelle für das Phänomen Dürer auf den Prüfstand gestellt. Wieso kam es gerade um 1480/1500 zu Dürers epochalen Neuerungen und worin bestanden diese? Die Ergebnisse des Projekts mündeten 2012 in die gleichnamige Ausstellung.

 

Link zum Forschungsprojekt "Der frühe Dürer" 
Link zur Sonderausstellung "Der frühe Dürer" (24.05. - 02.09.2012)

 

 

Die Betenden Hände. 1508/2008 (2008)

Auf den Spuren eines Massenphänomens

Als Albrecht Dürer vor genau 500 Jahren ein betendes Händepaar als Entwurfsskizze für das Detail einer großen Altartafel zeichnete, hätte er sich den späten enormen Erfolg dieses Blattes nicht im Traum ausmalen können. Das 20. Jahrhundert hat die „Betenden Hände“ in zahllosen Materialien und Funktionszusammenhängen verarbeitet, „verkitscht“, überhöht und künstlerisch kommentiert.

Zum Dürer-Event des Kulturreferats der Stadt Nürnberg führte das GNM eine umfangreiche Erfassungskampagne noch existierender Exemplare der Betenden Hände durch. Erfasst wurden die Stücke selbst sowie deren „Dingbiografien“, die von den Besitzern erfragt und für zukünftige Auswertungen dokumentiert wurden. Etwa 170 Besucher steuerten die Geschichten von über 200 Betenden Händen bei: Vom selbst gebastelten Kupfer-Relief bis zum Tattoo.

 

Link zum Angebot der Albrecht-Dürer-Stadt Nürnberg

 

Der berechnende Dürer (2008)

Vom 25.9. bis 27.9.2008 veranstaltete das GNM zusammen mit dem Cauchy-Forum Nürnberg e.V. eine öffentliche Tagung zum Thema „Der berechnende Dürer. Albrecht Dürer und die mathematischen Wissensfelder um 1500“.

Dürers mathematische Aktivitäten waren vielfältig und reichten von Proportionsstudien und Perspektivapparaten über das mathematisch-messkundliche Lehrbuch bis zur Mahnung an den Künstler, dass nur die „Geometria ... die gründliche warheyt anzeygt“. Die Kunstgeschichte näherte sich dem „berechnenden Dürer“ bislang nur zögernd in Einzelversuchen an. Mit ein Grund dafür mögen Berührungsängste der Geisteswissenschaften mit mathematischen Fragestellungen sein. Die Tagungsergebnisse sind in Band 2 der „Dürer-Forschungen“ publiziert.

 

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Heilige und Hasen. Bücherschätze der Dürerzeit (2008)

Die Epoche Albrecht Dürers ist eine Blütezeit für schöne Bücher gewesen. Überraschend lange Zeit hielten sich alte und neue Praktiken der Buchgestaltung und Buchproduktion, prunkvolle Handschrift und preiswertes Druckerzeugnis nebeneinander. Um 1500 etabliert sich in Nürnberg zudem der Beruf des „Illuministen“, dessen Vertreter in bewährter Technik, jedoch modernstem Darstellungsstil Bücher mit prächtigen Malereien verzieren.

Im Rahmen des Dürer-Projektes wurde im Sommer 2008 eine Ausstellung präsentiert, die neben bekannten Meisterwerken auch bisher unbeachtete buchkünstlerische Highlights der Wendezeit zwischen Mittelalter und Renaissance zeigte. Die Ergebnisse der begleitend veranstalteten Fachtagung „Nürnberger Buchmalerei der Renaissance. Albrecht Dürer und die Miniaturisten seiner Zeit“ wurden in der Reihe „Dürer-Forschungen“, Bd. 2, 2009 veröffentlicht.

 

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Adam & Eva 1507/2007 (2007)

Seit kurzem stellt sich die Stadt Nürnberg offensiv und kreativ der Erinnerungspflege an Dürer als „Albrecht-Dürer-Stadt“. Jährlich wird ein aktuelles Dürer-Thema mehrwöchig im öffentlichen Raum präsentiert. Das Germanische Nationalmuseum kooperierte 2007 erstmals umfangreich bei Themenfindung, Planung und Umsetzung dieses „Dürer-Events“ und beriet sowohl auf kunsthistorisch inhaltlicher wie didaktisch inszenatorischer Ebene.

Gemeinsam mit dem städtischen Kulturreferat wurde eine Präsentation zum 500sten Jubiläum von Dürers Gemäldepaar „Adam & Eva“ (Prado, Madrid) erarbeitet: Ein breiter Laufsteg mitten auf dem Nürnberger Hauptmarkt konfrontierte die Passanten mit Dürers Suche und Erforschung von Schönheit und heutigen körperästhetischen Normen und Kuriositäten.

 

Link zum Angebot der Albrecht-Dürer-Stadt Nürnberg

 

Dürer Roundtable (2006)

Ein zweitägiges Roundtable-Gespräch im Expertenkreis diente der präziseren Ermittlung aktueller Forschungsdesiderate zum Frühwerk Dürers. Zusammen mit vierzehn externen Fachkollegen - darunter Vertreter der großen Dürer-Sammlungen in Wien, Berlin und München - diskutierten die beteiligten Kunsthistoriker und Kunsttechnologen des GNM mögliche Perspektiven für das zukünftige Forschungs- und Ausstellungsprojekt.

Die externen Teilnehmer waren Bodo Brinkmann (Städel-Museum, Frankfurt), Katherine Crawford Luber (Baltimore), Dagmar Eichberger (Universität Heidelberg), Kristina Herrmann-Fiore (Galleria Borghese, Rom), Dieter Koepplin (Basel), Fritz Koreny (Universität Wien), Matthias Mende (Röthenbach-Haimendorf), Christian Müller (Kunstmuseum Basel), Stefan Roller (Liebieghaus, Frankfurt), Michael Roth (Kupferstichkabinett, Berlin), Martin Schawe (Alte Pinakothek, München), Hartmut Scholz (Corpus Vitrearum Medii Aevi, Freiburg), Maria Luise Sternath (Albertina, Wien) und Peter Strieder (Nürnberg-Reichelsdorf).

 

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Dürerhaustagung (2006)

Dürerforschung am Standort Nürnberg hat stets auch lokalgeschichtliche Elemente. Zur Bau- und Funktionsgeschichte von Dürers spätestens seit 1509 bewohntem Nürnberger Bürgerhaus am Tiergärtner Tor wurde in Kooperation mit den Museen der Stadt Nürnberg ein interdisziplinäres Kolloquium mit Wissenschaftlern aus den Bereichen Bauforschung, Denkmalpflege und Kunstgeschichte veranstaltet.

Publikation: Das Dürer-Haus. Neue Ergebnisse der Forschung. Hrsg. von G. Ulrich Großmann, Franz Sonnenberger, Schriftleitung: Thomas Eser. Dürer-Forschungen, Bd. 1. Nürnberg 2007

 

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